Rede von Jürgens Abschiedssitzung im Beirat

Liebe Gäste der heutigen Sitzung,

liebe Mitglieder des neugewählten Beirats,

so ganz leicht fällt es mir nicht, aus dem Beirat Borgfeld auszuscheiden. Immerhin habe ich dem Gremium 25 Jahre angehört. Indes: ich bin sicher, dass die Arbeit des Beirats nicht völlig zum Erliegen kommt, nur weil Linke nicht mehr in ihm vertreten ist; das wird wohl auch niemand erwarten. Ich bin sicher, dass die Fraktion der GRÜNEN sehr gut aufgestellt ist und wirkungsvoll die politische Arbeit des Gremiums mitgestalten wird. Ich bin froh, dass mit Juliane Filser und Carolin Balzer zwei kompetente und engagierte Frauen im Beirat sind. Das dritte Mitglied in der grünen Fraktion ist Michael Kruse, der bereits in zwei Legislaturperioden Erfahrung in der Beiratsarbeit sammeln konnte. Nicht zu vergessen das Projekt zur Gebäudesanierung, das er angeschoben hat. Ich denke, lieber Michael, das wirst du zu einem guten Ende bringen.

In den 28 Jahren - genaugenommen sind es 21 plus vier Jahre als OAL - sind in Borgfeld wichtige Weichenstellungen erfolgt.

Der erst Straßenbahnzug erreichte Borgfeld am 6. Dezember 2002. Die Bahn war nicht unumstritten in Borgfeld. Auch hier im Beirat gab es erheblichen Widerstand gegen das Projekt. Deswegen war ich froh und dankbar, dass Johannes Huesmann, damals OAL, anerkennende Worte über die Bahn sprach. Er stand mit Rüdiger Horn - OAL in Horn -und Georg Drechsler - leider verstorbener Chef der BSAG - auf der offenen Fahrkanzel der historischen Bahn, die den Fahrbetrieb nach Borgfeld eröffnete.

Zwei Neubauprojekte wurden in meiner Beiratszeit umgesetzt: Borgfeld-Ost mit 450 Wohneinheiten und Borgfeld-West mit 850 Einheiten. Während Ost relativ geräuschlos, d. h. ohne nennenswerten Widerstand aus der Bevölkerung gebaut wurde, gab es gegen West sehr großen Widerstand. Ich habe niemals vorher und nachher erlebt, dass unser Ortsteil so geschlossen gegen ein Projekt war. Es gab eine Arbeitsgruppe, die regelmäßig tagte und den Widerstand organisierte. Es wurde Geld gesammelt, um vor Gericht zu ziehen. Alles vergeblich. Das Projekt wurde - unter einem grünen Bausenator - durchgezogen.

Ich denke, heute sind wir froh, dass wir Borgfeld-West haben. Das Neubaugebiet hat viele junge Familien angezogen. Es entstand eine neue Infrastruktur mit Schule, Turnhalle und dem Stiftungsdorf in der Daniel-Jacobs-Allee, das sich bis auf den heutigen Tag großer Beliebtheit erfreut.

Die Tatsache, dass Brgfeld innerhalb weniger Jahre von 4.000 Einwohnern auf fast 10.000 angewachsen war, stellte nicht zuletzt Beirat und Ortsamt vor die Aufgabe, die Neubürger zu integrieren. Man darf wohl sagen, dass das weitgehend gelungen ist.

Ein Blick auf die Entwicklung der grünen Fraktion im Beirat. Als ich 1998 in den Beirat kam, war ich der einzige Grüne. Das blieb lange so, bis Rainer Filser dazukam. Mit seiner ruhigen, bedachtsamen Art war er mir eine große Unterstützung. Jetzt waren wir zwei Grüne und erhielten - für mich überraschend und unerwartet - Fraktionsstatus, wobei der kundige Bürger in einem Ausschuss mitgezählt wurde; drei grüne Figuren reichten für die Fraktion.

2011 wurde ich zum OAL gewählt. Das war schon eine kleine Sensation. Bereits meine Kandidatur wurde als Provokation empfunden. Die Wümmezeitung veröffentlichte böse Kommentare. Ich wurde auf der Straße gefragt, wie ich dazukäme, ein Amt anzustreben, das seit Jahrzehnten in der Hand der CDU war. Das Ortsamt wurde wohl als eine Art Erbhof dieser Partei angesehen. Mir wurde vorgeworfen, ich würde den Frieden in Borgfeld stören.

Meine Wahl war möglich geworden, weil sich die Sitzverteilung im Beirat günstig für Rot/Grün entwickelt hatte. Der Beirat hatte damals 11 Abgeordnete: drei Grüne, drei Rote, fünf Schwarz e. Damit war es möglich, zusammen mit der SPD eine Mehrheit zu bekommen. Diese Chance haben wir genutzt und so gab es dann den ersten grünen OAL in der Geschichte des Ortsteils Borgfeld von Bremen.

Die schwerste Herausforderung in meiner Amtszeit war die Ankunft der unbegleiteten unmündigen Flüchtlinge. Ich kann und will nicht an dieser Stelle verschweigen, dass alle Beschlüsse des Beirats zugunsten der jungen Leute mit einer Stimme Mehrheit gefasst wurden. Die Opposition hat immer geschlossen dagegen gestimmt. Vor jeder Sitzung habe ich gebangt, dass nicht alle Abgeordneten von Rot/Grün anwesend sein würden. Hätte nur einer gefehlt, wären die Anträge nicht durchgegangen. Es war eine aufregende, aber auch eine schöne Zeit, die ich nicht vergessen werde.

Ich möchte meinen Rückblick auf 25 Jahre politischer Arbeit - im und mit dem Beirat - an dieser Stelle beschließen. Ich möchte allen Gefährten aus dieser Zeit danken. Ich wünsche dem Beirat allezeit erfolgreiche und befriedigende Arbeit zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger unseres Ortsteils.

 

 

 

Eindrücke vom Wahlkampf-Stand

Am Wahlkampf-Stand der Grünen in Borgfeld herrscht gute Laune und Zuversicht. Wir drücken die Daumen ganz fest für die Wahl am 14.5.2023.

MdB Kirsten Kappert-Gonther beim Besuch am Borgfelder Wahlkampf-Stand

Vor dem „Freizi“ kamen am Sonntag, 23. April 2023, viele Interessierte und Familien mit Kindern beim 1. Borgfelder Energie!Fest zusammen, das die Stadtteilgruppe der Grünen ausgerichtet hatte. Bei schönstem Frühlingswetter stattete auch die grüne Spitzenkandidaten Maike Schaefer einen Besuch ab. Es gab unter anderem einen Ortsplan der Nachhaltigkeit, Jungpflanzen zu kaufen, Upcycling-Basteln, Kerzen, Honig und Informationen rund um die Biene. Beim Kaffee-und-Kuchenstand kam eine dreistellige Summe zusammen, die für die Erdbebenopfer in Syrien gespendet wurde. Lebhaften Zuspruch fand die „Ideenschmiede“ mit zahlreichen originellen Ideen zum Thema „Borgfeld wird großartig!“. Bei der stündlichen Bewertung der besten Ideen gab es kleine Preise zu gewinnen. Klare Favoriten waren Dorfgemeinschaftshaus, ein autofreier Samstag im Ortskern und mehr Fahrradstraßen. Auch Energieberatung und der Bau eines Solarkraftwerks standen hoch im Kurs. Ein heftiger Regenguss beendete die Veranstaltung etwas früher als geplant.

Tag der Biene 2021

Mehr Bäume braucht das Land!

Unter dem Motto "Einheitsbuddeln" initiierte das Land Schleswig-Holstein in diesem Jahr eine Baumpflanz-Aktion: Alle Bundesbürger waren im Zeichen des Klimaschutzes dazu aufgerufen, einen Baum zu pflanzen. Würde jeder mitmachen, wären das 83 Millionen Bäume an nur einem Tag! So viele sind es zwar nicht geworden - aber jeder Baum zählt.

Unter diesem Motto griffen Mitglieder der Stadtteilgruppe Borgfeld und einige Anwohner in Borgfeld-West zum Spaten und pflanzten insgesamt sechs Obstbäume. Die Bremer Umweltbetriebe (UBB) stellten dafür kurzfristig eine Fläche im Neubaugebiet zur Verfügung. Nun wachsen und gedeihen die Bäume zwischen dem Ende der Daniel-Jacobs-Allee und dem Jan-Reiners-Weg. Organisator Jürgen Klaes wählte hierfür alte Obstsorten aus - als Symbol für die Zukunft.

Die Idee, auch in Borgfeld am Einheitsbuddeln teilzunehmen, haben wir im Übrigen einer engagierten Anwohnerin zu verdanken. Claudia Peters hatte von der Aktion gehört und versucht, das Borgfelder Ortsamt und die UBB für die Idee zu begeistern. Erfolglos. Als Jürgen Klaes sich der Sache kurzfristig annahm, stieß auch er zuerst auf Granit. Doch seine Hartnäckigkeit wurde belohnt. Und wir hoffen, nun eine Tradition ins Leben gerufen zu haben - und im nächsten Jahr noch mehr Bäume pflanzen zu können.

Mehr über die Einheitsbuddelei erfahren Sie im Artikel der Wümme Zeitung.

Eine Standort-Übersicht der Obstbäume finden Sie hier.

 

Baumpaten gesucht!

Vier der sechs Obstbäume suchen noch Paten - also Menschen, die die Bäume bei großer Trockenheit gießen und Krankheit oder Beschädigung an uns melden. Bitte melden Sie sich bei bei unserem Ansprechpartner Jürgen Klaes.

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